01.05.2017

M.ANY// Found Footage// 08:22 min// 4:3// 2009

M. ANY besteht aus Found Footage Videomaterial von Amateurfilmern, die Beiträge ihrer Wohnungen ins Netz stellen. Lebensräume, die etwas über ihre Bewohner verraten. Die unterschiedlichen Videoausschnitte werden miteinander zu einer Architektur verbunden und durchschritten. Alle zusammen ergeben Einblicke in eine absurde seltsame Szenerie der Überwachung und Selbstentblößung. Ein Ensemble von Zeichen, Bildern und Übergängen, die sich zu einer Narration zusammenfügen. Das Internet wird zum theatralen, performativen Raum, zur Bühne der Selbstinszenierung. 

“Im Spiegel sehe ich mich dort, wo ich nicht bin, in einem irrealen Raum, der virtuell hinter der Oberfläche des Spiegels liegt. Ich bin, wo ich nicht bin...Aber zugleich handelt es sich um eine Heterotopie, insofern der Spiegel wirklich existiert, und gewissermaßen eine Rückwirkung auf den Ort ausübt, an dem ich mich befinde. Durch den Spiegel entdecke ich, dass ich nicht an dem Ort bin, an dem ich bin.” (Michel Foucault, Von anderen Räumen)

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