01.05.2017

TIME TO STAY GOODBYE - THE CASE// Kunsthalle Exnergasse, Wien im Rahmen der Ausstellung “SEARCH FORM“ kuratiert von Golden Pixel Cooperative// 29:12 min// 16:9// 2016

Glaskörper, Rückprojektion, Speaker-Sockel, Minibeamer,
29:12 min,16:9

Am Anfang war das Rätsel. Und der Koffer. Koffer voll irgendwas. Bilder, Informationen, Erinnerungen, Müll. Aufgeblasen wie ein Ballon, der zu schwer zum Fliegen ist. Alles hat einen Gemeinplatz, der das Bilderbuch, die Bibliotheken von Babel, die Müllhalden vereint. Nennt es Archiv oder Kanon oder Gedächtnis, auf den Namen kommt es nicht an. Irgendwo dazwischen bewegt sich eine Erinnerungskultur. Die Projektionsfläche. Erst die „archivarische Geste“, ein Akt der „Konsignation“, eine Verortung in ein Zeichensystem macht das Archiv, macht den Autor, den „neuen Archivar“. Welches ist die zu erzählende Geschicht? Hier ist meine Bühne, mein Land, meine Grenze, mein Selfie. Dies ist das Archiv. Der Urlaubsort. In den ich eintauche - Das Meer. Das Bildermeer. Wo ist sein und mein Ursprung? In der Projektion des Subjektiven wird er unser Ozean, unser Unser, unsere Ermittlung, unser Forschungsgegenstand. Suchen bestimmt diese Suche. Denn dieser Ort benennt Dinge, die dadurch erst zu Dingen werden. Während man findet.


Das kollektives Gedächtnis wächst in Bilderhalden und wickelt sich um unsere Bewegungen, Träume und Sehnsüchte. Bis an den Grund des Meeres. Bis ans Ende der Erinnerung. Immer Mythos. Von hier aus schauen wir ins Leere. Schiffbruch mit Zuschauer. Und Taucher. Zwischen Auftauchen und Ertrinken. 

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